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21.11.2020

Zeitungsartikel aus der NOZ

Zwei Schüler und eine Schülerin der Johannesgrundschule in Lingen befinden sich derzeit zu Hause in einer 14-tägigen Quarantäne, doch den Eltern wird das Angebot unterbreitet, dass die Kinder dank Videoschalte am Unterricht teilnehmen können.
Darauf hat die neue Schulleiterin Alexandra Hollenkamp hingewiesen, die seit dem 1. August im Amt ist. In der Grundschule werden derzeit 181 Mädchen und Jungen unterrichtet. Die Schule ist sowohl zwei- als auch dreizügig. Mit elf weiteren Lehrerinnen bildet die Schulleiterin das Kollegium. "Als der Junge am Montag in die Quarantäne musste, weil er Kontakt zu einer Person hatte, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, haben wir sofort im Kollegium überlegt, wie wir ihn unterstützen können, damit er nicht nur zwei Wochen vor den Arbeitsblättern sitzt, sondern an der Unterrichtsatmosphäre Teilhabe hat." Kurz zuvor sei in einer Lehrerfortbildung thematisiert  worden, welche technischen  Möglichkeiten es gebe, damit Grundschüler in Quarantäne nicht vom Unterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch abgekoppelt würden.
Seit Mittwoch holt die Schule den Jungen per Videokonferenz gleichsam in den Unterricht der Hauptfächer. "Nach anfänglicher Skepsis, ob das wohl ein Drittklässler schafft und die Technik funktioniert, stellen wir fest, dass es hervorragend klappt", betont die 45-Jährige. Unsere Redaktion konnte sich davon in einer Mathestunde, die von der Schulleiterin gegeben wurde, überzeugen. Die Aufgaben, die sie an das Smartboard schreibt, sieht der Junge zeitgleich auf seinem Laptop. Ihr Handy dient gleichzeitig als Mikrofon, sodass sie ständig mit ihm kommunizieren kann. Der Junge verfolgt konzentriert dem Unterricht und fragt von sich aus, ob er per Videoschalte auch am Deutschunterricht seiner Klassenlehrerin teilnehmen kann, was Hollenkamp bejaht.
Am Donnerstag mussten auch eine Erstklässlerin sowie ein weiterer Junge einer dritten Klasse wegen Quarantäne zu Hause bleiben. "Wir möchten unbedingt verhindern, dass diese Kinder wegen ihrer derzeitigen Lage gegenüber ihren Klassenkameraden beim Unterrichtsstoff in Rückstand geraten", sagt Hollenkamp. Sie hofft inständig darauf, dass sich die Infektionslage nicht weiter verschärft, sodass es den Grundschulkindern erspart bleibt, im Unterricht Masken zu tragen. Dies wäre für die Kinder sehr anstrengend.
 "Die Mimik der Kinder zu sehen ist für die Lehrkräfte sehr wichtig", hebt sie hervor. Das Tragen von Masken würde auch die Aussprache stark behindern. "Wenn aber die Maskenpflicht im Unterricht für Grundschulkinder angeordnet wird, werden wir ihr natürlich nachkommen." Derzeit bestehe bereits Maskenpflicht auf dem Schulhof, die von allen Schülern befolgt werde. Im Gegensatz zum Schulhof könnten die Schülergruppen im Ganztagsbereich getrennt werde, sodass es hier keine Maskenpflicht gebe. "Das Mittagessen nehmen die Schüler in drei Schichten von  12 bis 13.30 Uhr ein", berichtete die Pädagogin.



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